Wald im Wandel

Der Klimawandel verändert das Gesicht des Waldes rasant. Gesellschaftliche Ansprüche und die Globalisierung bedeuten für die Waldeigentümer und Forstprofis grosse Herausforderungen. Zunehmende Klimaextreme, zum Beispiel Trockenheit und Stürme, sowie Borkenkäfer und Krankheiten schwächen die Bäume und erfordern einen Umbau hin zu mehr Vielfalt mit robusteren Baumarten. Hölzer aus sogenannten Zwangsnutzungen nach Stürmen, Trockenheit oder wegen Krankheiten und Käferbefall überschwemmen den Markt. Der Holzpreis sinkt und vermag die Erntekosten nicht mehr zu decken. Als Folge davon werden die Wälder vielerorts zu wenig genutzt und überaltern. Eingetragene Schad-und Nährstoffe sowie Schädlinge, Krankheiten und invasive Pflanzen aus fernen Ländern gefährden zunehmend den Schweizer Wald. Immer mehr Menschen strömen Tag und Nacht in unsere Wälder, hinterlassen allerlei Spuren und bringen Pflanzen und Tiere in Bedrängnis.

Mehr Wald

Die Schweizer Waldfläche vergrössert sich seit 150 Jahren kontinuierlich, vor allem im Gebirge. In den letzten Jahren wuchs der Wald um fast 4000 Hektaren pro Jahr (ungefähr die Fläche des Bieler- oder Zugersees), weil grosse Alpgebiete der Natur überlassen wurden.

Mehr Laubholz

Der Nadelholzanteil in unseren Wäldern ist rückläufig, weil im Mittelland die Förderung von Laubholzmischwäldern gegenüber Nadelholz-Aufforstungen stark bevorzugt wird.

Mehr Natur

Früher wurde nach Holzschlägen oft mit Nadelholz-Pflanzungen «künstlich» aufgeforstet. Heute wird versucht, die Bestände mittels spontaner Naturverjüngung in einen natürlichen und vielfältigen Zustand zu überführen.