Mein Wald.
Dein Wald.

Mein Wald.
Dein Wald.


Ich pflege meinen Wald mit Köpfchen.
Damit er dir Sicherheit, Holz,
Erholung und ein gutes Klima bringt.

Marie-Gabrielle von Weber

Verwaltungsrätin der Oberallmeindkorporation Schwyz

Von unseren Wäldern wird sehr viel erwartet. Sie sollen Schutz und Sicherheit gewährleisten, Holz und Trinkwasser liefern, die Luft reinigen und zum Klimaschutz beitragen. Ausserdem sind die Wälder ein vielfältiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen und dienen zugleich als Freizeit- und Erholungsraum für uns Menschen.

Als eine der grössten Korporationen der Schweiz sorgen wir von der Oberallmeindkorporation Schwyz dafür, dass der Schweizer Wald seine Funktionen bestmöglich erfüllen kann. Da sich Gesellschaft, Wirtschaft und Klima laufend verändern, müssen auch wir uns stetig weiterentwickeln und unsere Prozesse und Strukturen anpassen, um die Herausforderungen auch in Zukunft optimal zu meistern.

Wir pflegen unseren Wald mit viel Herzblut, unermüdlichem Einsatz und Köpfchen. Damit er dir und allen anderen Menschen in der Schweiz nachhaltig Sicherheit, Natur, Holz, Erholung, Trinkwasser und Klimaschutz bieten kann.

Schutzwald

Der Schweizer Wald schützt Dörfer und wichtige Infrastrukturanlagen wie hier die Axenstrasse, die Gotthardbahnlinie oder die Kantonsstrasse nach Morschach. Ohne Wald bräuchte es oftmals grossflächig Netze gegen Steinschlag und teure Lawinenverbauungen, um die geforderte Sicherheit und Verfügbarkeit dieser Verkehrsträger zu gewährleisten. Diese Bewirtschaftung ist sehr aufwendig und wird von Bund und Kanton unterstützt. Trotzdem verbleiben uns Restkosten.

 

Waldnaturschutz

Rund 17 Prozent unserer Waldungen sind mit Reservatsverträgen gesichert und finanziert. Eine einmalige Perle ist das Waldreservat Bödmeren, einer der letzten Urwälder der Schweiz. Hier überlassen wir die Waldentwicklung vollständig der Natur. Dank der sehr grosszügigen Unterstützung durch die Hauser Stiftung können wir andere Leistungen des Waldes querfinanzieren. Im Gebiet Ibergeregg, der ausgezeichneten «Landschaft des Jahres» 2019, schützen und fördern wir Lebensräume für das Auerhuhn, hier jedoch mit gezielten, den Schutzzielen entsprechenden Holzschlägen.

 

Holzproduktion

Den einheimischen und nachwachsenden Rohstoff Holz wollen wir sinnvoll nutzen, auch wenn es heute sehr schwierig ist, mit den Holzerlösen die Erntekosten zu decken. Wir versorgen die einheimische weiterverarbeitende Holzindustrie mit heimischem Bauholz und Papierholz – sogar sogenanntes «Klangholz» zum Bau von Musikinstrumenten kann bei uns gefunden werden. Die Verwertung des Energieholzes und die Wärmeproduktion im Contracting übernimmt unsere eigene Tochtergesellschaft, die OAK Energie AG.

 

Multifunktionalität

Als Multitalent erfüllt unser Wald weitere wichtige Aufgaben. So dient er zur Erholung oder zum Sport in verschiedensten Ausprägungen, sowohl für Einheimische als auch für Touristen. Wir freuen uns sehr über all diese Gäste in unserem Wald. Leider benehmen sich nicht alle Waldbesucher mit dem nötigen Respekt, und unsere Forstleute müssen immer wieder Abfälle aufräumen und allerlei reparieren. Das ist schade – wir könnten diesen Aufwand zweifellos sinnvoller im Wald einsetzen.

Unsere Wälder speichern nicht nur viel Regenwasser, sie filtern auch fast die Hälfte unseres Trinkwassers. Der Schutz des Trinkwassers erfordert oft zusätzliche Aufwendungen, damit dieses kostbare Gut weiterhin in einwandfreier Qualität zur Verfügung steht. Aber muss diese Leistung allein die Waldeigentümerin tragen?

 

Klimaschutz

Auch für den Klimaschutz spielt der Wald eine wichtige Rolle und gilt zurecht als die «Grüne Lunge», denn er filtert die Luft und produziert Sauerstoff. Zudem bewirtschaftet unser Förster den Wald nach einem ausgetüftelten Plan so, dass er stets eine optimale Menge CO2 speichern kann. Mit dem Verkauf von CO2-Zertifikaten finanzieren wir diese Leistung und können Waldarbeiten realisieren, die sonst nicht möglich wären.

 

Nachhaltigkeit

Der Begriff Nachhaltigkeit ist heute in aller Munde, stammt aber ursprünglich aus der Wald- und Forstwirtschaft und wurde im frühen 18. Jahrhundert in Anbetracht einer zunehmenden überregionalen Holzknappheit definiert. Heute gilt die Devise der Nachhaltigkeit längst nicht mehr nur für die Holzproduktion. Eine Vielzahl von Waldfunktionen soll nachhaltig erbracht werden – Anforderungen an den Wald, die sich teilweise widersprechen und sich oftmals rascher verändern als sich der Wald entwickeln kann. Wir versuchen, diese wechselnden Anforderungen sowie die Bedürfnisse, die Zahlungsbereitschaft und die Stimmung der Gesellschaft mit einer breiten Strategie in der Waldbewirtschaftung aufzufangen. Damit wir sowohl unsere Ziele als auch deine Wünsche an unseren Wald optimal erfüllen können.