Der Wald ist ein Multitalent

Der Wald wird von den Eigentümern nachhaltig bewirtschaftet und gezielt gepflegt, sodass er alle von der Gesellschaft erwarteten Funktionen erfüllen kann. Der Wald ist ein Rohstofflieferant, aber noch viel, viel mehr. Die vielen wertvollen Nichtholz-Waldleistungen lassen sich allerdings kaum mehr über den Holzverkauf finanzieren. Deshalb sollten die Eigentümer für diese zusätzlich abgegolten werden – damit die Rechnung für alle aufgeht.

Der Wald schützt vor Naturgefahren, sodass Milliarden Franken für künstliche Schutzbauten gespart werden. Er filtert und speichert Trinkwasser und macht dadurch eine aufwändige technische Aufbereitung unnötig. Er speichert tonnenweise CO2, reinigt die Luft und spendet Schatten. Er liefert den Rohstoff Holz, aber auch Pilze, Beeren und Wildfleisch. Er ist Lebensraum für unzählige Pflanzen und Tiere. Und er ist der grossartigste Freizeitund Erholungsraum für uns Menschen. Der Wald tut allen gut!

Baumgeheimnisse

Entdecken Sie spannende Geheimnisse unserer Bäume.
 

Hohes Gericht: Unter sogenannten Gerichtslinden (Linde = lateinisch Tilia) wurde früher Recht gesprochen. Daher der Begriff «sub-til», will heissen: unter der Linde.

Brotbaum Fichte: Die Fichte gilt als Brotbaum der Forstwirtschaft. Sie liefert das begehrteste Bauholz und sichert die Existenz mancher Forstbetriebe. Neuerdings mutiert sie aber zum Sorgenkind, weil sie in tieferen Lagen unter dem Klimawandel leidet.

Fette Jahre: Wenn Buchen, Eichen und Co. viele Früchte tragen, spricht man von einem «Mastjahr», weil sich an den Waldfrüchten früher die Schweine fett fressen durften – sprich gemästet wurden.

Nadeln = Blätter: Die Lärche ist ein Sonderling unter den Nadelbäumen, denn ihre Nadeln verfärben sich im Herbst und fallen ab. Botanisch betrachtet sind nämlich Nadeln eine spezielle Form von Blättern.

Tanne ist nicht gleich Tanne: Der Volksmund bezeichnet Nadelbäume oft einfach als «Tannen». Die Fachleute unterscheiden jedoch verschiedene Nadelbaumarten, allen voran die Rottanne oder Fichte (Picea abies) und die Weisstanne (Abies alba).

Der Wald ist bäumig

Über 500 Millionen Bäume stehen im Schweizer Wald, nicht gezählt die Milliarden Jungbäumchen. Je nach Standort, Höhenlage,Boden, Mikroklima und Bewirtschaftung unterscheiden sich die Arten- und Altersstrukturen von Ort zu Ort; die Fachleute sprechen von Waldgesellschaften und Bewirtschaftungsformen. Gemessen am Holzvorrat sind 2⁄3 der Schweizer Baumbestände Nadelwälder, 1⁄3 sind vorwiegend Laubwälder. Die Fichte ist mit Abstand die häufigste Baumart in den Schweizer Wäldern, gefolgt von der Buche und der Weisstanne.

Schweizer Holz ist genial

Holz ist einer der wenigen natürlichen Rohstoffe der Schweiz. Weil es stetig nachwächst, dürfen wir es massvoll nutzen. Die Holzernte sorgt zugleich für die Pflege und Verjüngung unserer Wälder. Und im Inland geerntetes Holz muss nicht in fernen Ländern abgeholzt werden, wo dies oft weniger nachhaltig erfolgt.

 

Der jährliche Holzbedarf der Schweiz liegt bei rund 11 Millionen Kubikmetern.

Von Jahr zu Jahr werden nur 4 bis 5 Millionen Kubikmeter Holz aus dem Schweizer Wald genutzt, obwohl gut und gerne 7 bis 8 Millionen Kubikmeter geerntet werden könnten, ohne den Wald zu übernutzen.

So wird das Schweizer Holz am häufigsten verwendet:

Stammholz wird zu Schnittholz gesägt, zum Teil verleimt und in Form von Balken, Brettern und Konstruktionselementen vor allem zum Bauen verwendet.

Industrieholz wird zu Holzwolle, Spanplatten, Papier und zu neuartigen holzchemischen Stoffen oder Textilien verarbeitet.

Energieholz wird vorwiegend zum Heizen verwendet; in Form von Schnitzeln, Pellets oder als Stückholz.

Heizen mit Holz hilft dem Klima

Heizen mit Holz ist CO2-neutral. Denn die Verbrennung von Holz setzt nur so viel CO2 frei, wie die Bäume im Verlauf ihres Wachstums der Atmosphäre entzogen haben. Die gleiche Menge CO2 gelangt in die Umwelt, wenn das Holz ungenutzt im Wald verrottet. Jeder Liter Heizöl, den wir durch Holz ersetzen, entlastet unsere Atmosphäre um mehr als 3 Kilogramm CO2.

Helfen Sie dem Wald und dem Klima – fragen Sie nach Schweizer Holz.